Deutschlands Forscher sind Weltspitze in der Künstlichen Intelligenz (KI)

Ergebnisse aus dem ersten Nationalen Kompetenz-Monitoring

Prof. Wahlster, Leiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und KI Pionier, attestiert Deutschland eine Spitzenstellung in der F&E für KI (Handelsblatt 2019 Nr. 26, Digitale Revolution). Dabei beruft er sich u.a. auf die kürzlich erschienene acatech Veröffentlichung „Nationales Kompetenz-Monitoring: Bericht Data Science“ und den Index für Artificial Intelligence aus den USA. Demnach liegen die deutschen Forscher z.T. vor den amerikanischen Kollegen und haben insbesondere im Bereich der selbstlernenden KI-Algorithmen einen Vorsprung.

Laut Prof. Wahlster hat auch das wirtschaftliche Umfeld bemerkt, dass hierzulande sehr gute Arbeit im Bereich der KI geleistet wird. So bezahlte Alibaba 90 Millionen Euro für das deutsche Start Up Data Artisans, welches auf Datenanalyse in Echtzeit spezialisiert ist. Auch KPMG hat eine DFKI Ausgründung übernommen, um Anomalien in Betriebsdaten zu analysieren.

In der Studie „Nationales Kompetenz-Monitoring: Bericht Data Science“ wurden neben Prof. Wahlster weitere hochrangige Experten zu KI befragt. Viele von ihnen sehen zukünftig gute Chancen, dass Deutschland seine gute Position in der KI ausbauen kann, gerade in den traditionell starken Branchen wie dem Maschinenbau, Logistik und in Bereichen rund um die Mobilität. Hier verfügen deutsche Unternehmen über viele Produktionsdaten, die bisher nicht in Smart Services monetisiert wurden. Allerdings ist hierbei Eile geboten, sonst werden andere Länder diese Wertschöpfungen realisieren. Zudem hemmen die regulatorischen Rahmenbedingungen in Europa eine schnelle Zusammenführung von großen Datenmengen, welche Voraussetzung für Data Analytics ist.

Ein weiteres Problem sehen die Experten im Fachkräftemangel für KI, Data Science und Informatik. Die Gruppe der hochrangigen Experten in Deutschland ist klein und wird auf ca. 150 Personen geschätzt. Das DFKI rekrutiert schon seit längerem seine Talente u.a. aus Osteuropa. Auch die deutschen Unternehmen – insbesondere der Mittelstand – finden nicht genügend Fachkräfte, um KI im Unternehmen umzusetzen. Große Unternehmen können dies z.T. noch durch Finanzstärke kompensieren. KMUs sollten nach Meinung einiger Experten Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie sie an der KI partizipieren können, ohne ein zu großes finanzielles Risiko einzugehen.

Weitere Ergebnisse und ausführliche Informationen:

„Nationales Kompetenz-Monitoring: Bericht Data Science“

Projektinformationen „Nationales Kompetenz-Monitoring“

Projektkonzeption, -koordination, Interviews & Texte:

Dr. Thomas Lange
acatech Geschäftsstelle

Dr. Ralph Seitz
ehem. acatech Geschäftsstelle

Dr. Jan Henning Behrens
acatech Geschäftsstelle

Projektleitung:

Prof. Dr. Jürgen Gausemeier
Vizepräsident acatech, Vorstand Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn und Sprecher BMBF-Spitzencluster „it’s OWL“

Dr. Andreas Kreimeyer
Präsidiumsmitglied acatech, ehemaliges Vorstandsmitglied und Forschungssprecher der BASF SE sowie ehemaliger Vorsitzender des BDI-Ausschusses für Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik

Michael Guggemos
Sprecher der Geschäftsführung der Hans-Böckler-Stiftung

Paten des Berichts:

WAHLSTER, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI), Vorsitzender der Geschäftsführung und technisch-wissenschaftlicher Leiter

NEJDL, Prof. Dr. techn. Wolfgang

Direktor des Forschungszentrums „L3S Research Center“

KRCMAR, Univ.-Prof. Dr. Helmut

Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik/ Prodekan der Fakultät Informatik, Technische Universität München/ Sprecher des Direktoriums, fortiss GmbH

STOTZ, Dr. Hans Jörg

Senior Vice President, IoT Strategy and Innovation, SAP SEE

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